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Was ist doch die Rede von Web 2.0 und Social Media in den Medien. Als Allheilmittel werden hier Blog, Twitter, Facebook und Co dargestellt. “Weil da dann jeder mitmacht und weil man da mal ganz abgesehen vom normalen Geschäftsblabla sein Unternehmen von der sympathischen Seite darstellen kann.”

Das Fehlen des sozialen Gedanken

Und genau hier liegt der Fehler. Man will Dritte motivieren mitzumachen und man will sich darstellen. Ist es sehr sozial sich darzustellen und die Kunden zum mitmachen motivieren zu wollen wenn man selbst nicht mit anderen interagiert? Sollte man nicht, bevor man der Welt mitteilt was man bietet, zuhören was die Welt von einem will? Helfen vor verkaufen, zuhören vor dem sprechen. Die meisten “Experten” aus Marketingabteilungen und Werbeagenturen haben auf diese Grundtugend des noch jungen Mediums bereits vergessen, beziehungsweise sind sie mit der Sicht des klassischen Werbers auf das Phänomen Social Media zugeeilt in der Hoffnung dass “das eh nicht anders funktioniert als Print, Radio und TV”. Es wird fleißig gepostet, man will Kommentare provozieren, geretweetet werden und Freunde und Fans, ääääh, sorry, seit neuestem “Likers” seiner Marke oder seines Unternehmens finden ohne jemals auf den anderen einzugehen. Mit Kontakt und Konversation hat das alles recht wenig zu tun. Das Internet wird hier als gratis Plakatfläche gesehen und nicht als das Mitmachmedium das es sein sollte. Einbahnstraße statt Crossing!

Linkgeiz

Die selbe Entwicklung hat der Geiz mit Links in den letzten Jahren genommen. Das Internet lebt von der Verknüpfung. Man sieht, schreibt und….. sollte verlinken. Interessiert mich ein Thema, hätte ich gerne einen weiterführenden Link unter dem Artikel. Genau das letzte Glied der Kette wird aber, seitdem ein kluger Kopf Links als Online Währung bezeichnet hat, nicht mehr gemacht. Linkgeiz ist eine hässliche Sache die im Web aber durchaus salonfähig geworden ist. Mehr als einmal ist es mir sogar passiert dass jemand offensichtlich einen meiner Artikel abgekupfert oder gar abgeschrieben hat, ohne zumindest eine Quelle anzugeben. Traurig, erbärmlich, falsch. Das eigene Ego auf Kosten der Interaktion zu streicheln ist der Tod für die Gesamtheit des Social Media. Natürlicher Linkaufbau wird unmöglich. Egal wie gut ein Artikel geschrieben ist, wie neu die Meldung ist die rausgegeben wird, der vielgepriesene virale Gedanke im Online Marketing ist tot. Aus diesem Grund gehen SEO´s den Weg, in Foren und Kommentaren Links zu droppen um überhaupt eine Linkstruktur zu erhalten anstatt sich auf eine natürliche Empfehlung anderer zu verlassen.

Gib und Dir wird gegeben werden

So könnte das Motto im Web 2.0 lauten. Wer großzügig, dabei meine ich keinerlei fahrlässig oder spammig, mit Links auftritt, dem werden auch Links zufließen. Wer kommentiert, der wird erhört und beachtet werden. Wer retweetet, wird Follower finden. Geiz ist nicht geil. Wenn mir etwas gefällt, drücke ich das auch aus. Ein Daumen nach oben kostet nichts! Frei nach dem Paris Hilton Prinzip. Sprich gut über andere, und man wird auch gut über Dich sprechen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.